Nacho de Paz wurde 1974 in Oviedo, Spanien, geboren und hat Diplome in Konzertpianistik und Komposition. Seine Studien in Barcelona schloss er mit Auszeichnung ab.
Er studierte Komposition bei José Luis de Delás und Dirigieren bei Arturo Tamayo. Er erhielt dirigentische Ratschläge von Pierre Boulez (Paris & Luzern).
Während der Saison 2006/2007 war er Stipendiat des Ensemble Modern (Frankfurt) als Dirigent der Internationalen Ensemble Modern Akademie.
Mit Arturo Tamayo arbeitete er sowohl in vielen Orchesterproduktionen (Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Orquesta Sinfónica de Euskadi, Orquesta del Teatro Nacional Sao Carlos de Lisboa, Orquestra Simfónica de Barcelona i Nacional de Catalunya, Joven Orquesta Nacional de España, Orquesta y Coro Nacional de España, Netherlands Radio Symphony Orchestra...etc.), als auch in verschiedenen CD-Produktionen (Timpani Records, Claves, Stradivarius, Col Legno... etc.) zusammen.
Von 2001 bis 2005 war er Dirigent des Ensemble Obert und der neuen Diabouls in Musica (einer 1965 von Joan Guinjoan in Barcelona gegründeten Formation). Beide Ensembles konzentrierten sich auf die Verbreitung der Musik des 20. Jahrhunderts und der internationalen Avantgarde.
2003/2004 war er Assistent-Dirigent der Academia de Música Contemporánea (Akademie für Zeitgenössische Musik). Die Akademie wurde 2003 vom INAEM (Nationales Institut für Musik und darstellende Kunst des Spanischen Ministeriums für Kultur) gegründet.
Sein Repertoire ist umfangreich und vielfältig und reicht von den wichtigsten Werken der Klassik und Romantik (Haydn, Mozart, Beethoven, Mendelssohn...etc.) bis zu zahlreichen Komponisten des 20. Jahrhunderts und der Avantgarde (Debussy, Mahler, Stravinsky, Schönberg, Webern, Bartok, Lutoslawski, Boulez, Stockhausen, Donatoni, Berio, Nono, Feldman, Xenakis, Ibarrondo, Guinjoan, Delás, Grisey, Dusapin, Manoury, Haubenstock-Ramati, Lachenmann, Sánchez-Verdú, Lindberg, Romitelli, Saariaho, Charles, Huber...).
Unter anderem dirigierte er im Centro de Cultura Contemporánea von Barcelona, dem Teatro Monumental, dem Auditorio 500 (MNCARS) & Auditorio Nacional von Madrid, im Palacio de Carlos V von Granada, im Palacio de Festivales von Santander, im L'Auditori von Barcelona, beim Festival Aujourd’hui Musiques von Perpignan, in der Paulskirche und der Alten Oper in Frankfurt, im Sprechwerk in Hamburg, im ZKM in Karlsruhe, im Schauspielfrankfurt, im Arnold Schönberg Center und im Radio Kulturhaus (ORF) in Wien, wo er unter anderem das Ensemble Obert, die Academia de Música Contemporánea,die Grup Intrumental BCN 216, die Internationale Ensemble Modern Akademie, das Proyecto Guerrero, das Orquesta y Coro de la Comunidad de Madrid und das Ensemble Modern leitete.
Zusammen mit Arturo Tamayo und André Richard dirigierte er die spanische Premiere von "Prometeo, tragedia del'ascolto" von Luigi Nono (2003, Madrid). Er war Assistent-Dirigent und Instrumentalist bei den spanischen Premieren von "Silvano Sylvano" & "La Passion selon Sade" von Sylvano Bussotti und arbeitete während der gesamten Produktion eng mit dem Komponisten zusammen (2004, Madrid).
Er dirigierte Aufnahmen für das Radio Nacional de España (RNE), für Televisión Española (TVE), Fundación Autor (SGAE), den Österreichischen Rundfunk (ORF), den Hessischen Rundfunk (HR) und das ZDF (TV).
Seine Kompositionen wurden mit den internationalen Kompositionspreisen Joan Guinjoan (2002), Luigi Russolo (2003) und SGAE (2004) ausgezeichnet.
Er ist Professor für Analyse Zeitgenössischer Musik am Conservatorio Superior de Música de Aragón (Spanien).
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